Zumikon, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Bilder: Géraldine Recker
Das Projekt in Zumikon greift die Entwicklung des suburbanen Wohnens exemplarisch auf. Ein Reihenhaus aus den 1990er-Jahren, geprägt von zeittypischer Gestaltung und funktionalen Grundrissen, wird an heutige Wohnbedürfnisse angepasst. Im Fokus steht die Transformation eines Hauses, dessen räumliche Organisation bislang wenig flexibel und teils schwer nutzbar war. Durch gezielte Eingriffe wird die starre Raumstruktur aufgebrochen und neu gedacht. Leitmotiv ist das „Verstauen“: Ein gestalterischer Ansatz, der Stauraum, Funktionen und Wege intelligent integriert und teilweise verbirgt. Neue Raumbezüge, visuelle Tiefe und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Ergänzt durch eine kontrastreiche Materialpalette entwickelt sich der Innenraum zu einem zeitgemässen, vielschichtigen Wohnraum mit neuer Identität.
Isometrie
Isometrie
Isometrie
Zumikon, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Das Projekt in Zumikon greift die Entwicklung des suburbanen Wohnens exemplarisch auf. Ein Reihenhaus aus den 1990er-Jahren, geprägt von zeittypischer Gestaltung und funktionalen Grundrissen, wird an heutige Wohnbedürfnisse angepasst. Im Fokus steht die Transformation eines Hauses, dessen räumliche Organisation bislang wenig flexibel und teils schwer nutzbar war. Durch gezielte Eingriffe wird die starre Raumstruktur aufgebrochen und neu gedacht. Leitmotiv ist das „Verstauen“: Ein gestalterischer Ansatz, der Stauraum, Funktionen und Wege intelligent integriert und teilweise verbirgt. Neue Raumbezüge, visuelle Tiefe und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Ergänzt durch eine kontrastreiche Materialpalette entwickelt sich der Innenraum zu einem zeitgemässen, vielschichtigen Wohnraum mit neuer Identität.
Basel, Schweiz
Wettbewerb
Modellfoto: Gina Folly
Der Messebau von Theo Hotz ist ein radikal funktionales Gebäude, 1999 in kurzer Zeit errichtet, auf eine einzige Nutzung ausgelegt, wirkt er nur wenige Tage im Jahr belebt und steht sonst leer. Seine konsequent durchdeklinierte Struktur verhindert jede echte Flexibilität – ein geschlossenes System ohne Umnutzungspotenzial. Demgegenüber steht der zeitgenössische Bedarf nach offenen Strukturen, hybriden Systemen und dem Zusammenspiel verschiedener Elemente. Nicht Vereinfachung, sondern das bewusste Arrangieren von Spannungen schafft lebendige Räume. Der Eingriff - eine Betonstütze wird mit einer leichten Kartonhülle ergänzt und neu interpretiert: als Sitz, Informationsträger und Projektionsfläche. So entsteht aus einem statischen Element ein vielseitig nutzbarer Ort. Recyclingkarton ermöglicht eine leichte, kostengünstige und rückbaubare Konstruktion im Sinne eines materiellen Kreislaufs.
Zürich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
In der Unterführung am Sihlquai entfaltet sich ein sorgfältig komponierter Innenraum, der die rohe Infrastruktur des Ortes in eine präzise gestaltete Atmosphäre überführt. Ein grosszügiger, gerundeter Tresen strukturiert den Raum: Als zentrales Element vermittelt er zwischen Barista- und Gästeseite und schafft zugleich Orientierung wie Aufenthaltsqualität.
Eine fein abgestimmte Materialpalette aus Naturstein, Holz, Leder und Chromstahl verleiht dem Innenraum eine ruhige Dichte und entwickelt das Café zu einem Ort, der Robustheit und Eleganz miteinander verbindet. Die haptische Vielfalt der Oberflächen erzeugt sinnliche Tiefe, während eine gezielte Lichtführung die plastische Präsenz des Tresens hervorhebt und innerhalb des offenen Grundrisses differenzierte, intimere Zonen ausbildet.
Zürich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Bilder: Géraldine Recker
Tessin, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
2020–2023 Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Bilder: Géraldine Recker
Über die letzten 70 Jahre hinweg wurde das kleine Ferienhaus aus den 1950er-Jahren wiederholt durch punktuelle Renovationen und Anpassungen verändert. Mit der Zeit stellte sich die Frage nach einer umfassenden Erneuerung, einschliesslich des Ersatzes sämtlicher Installationen.
Anstelle einer aufwendigen Sanierung innerhalb der bestehenden Aussenmauern wurde ein pragmatischer Ansatz verfolgt: Durch den Abbruch der Südfassade und eine Erweiterung mittels Holzbau auf Punktfundamenten wird das Gebäude vergrössert. Die Schlafzimmer folgen dieser Verschiebung und werden an die Nordfassade verlegt. Dadurch entsteht Raum für einen grosszügigen Wohn- und Essbereich mit Ausblick in die Täler entlang der neuen, schräg gestellten Südfassade. Der Ausdruck des Gebäudes wird von mehrheitlich roh belassenen Materialien geprägt. Trotz seiner robusten Erscheinung bleibt der Bau in seiner Grundhaltung klassisch. Beton, Stahl und Holz werden ihren jeweiligen Eigenschaften entsprechend eingesetzt und treten in ein sinnfälliges Zusammenspiel von Lasten, Tragen und Stützen, das in den Fassade als visuelle Komposition sichtbar gemacht wird.
Ansicht West
Grundriss
Isometrie
Tessin, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
2020–2023 Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Über die letzten 70 Jahre hinweg wurde das kleine Ferienhaus aus den 1950er-Jahren wiederholt durch punktuelle Renovationen und Anpassungen verändert. Mit der Zeit stellte sich die Frage nach einer umfassenden Erneuerung, einschliesslich des Ersatzes sämtlicher Installationen.
Anstelle einer aufwendigen Sanierung innerhalb der bestehenden Aussenmauern wurde ein pragmatischer Ansatz verfolgt: Durch den Abbruch der Südfassade und eine Erweiterung mittels Holzbau auf Punktfundamenten wird das Gebäude vergrössert. Die Schlafzimmer folgen dieser Verschiebung und werden an die Nordfassade verlegt. Dadurch entsteht Raum für einen grosszügigen Wohn- und Essbereich mit Ausblick in die Täler entlang der neuen, schräg gestellten Südfassade. Der Ausdruck des Gebäudes wird von mehrheitlich roh belassenen Materialien geprägt. Trotz seiner robusten Erscheinung bleibt der Bau in seiner Grundhaltung klassisch. Beton, Stahl und Holz werden ihren jeweiligen Eigenschaften entsprechend eingesetzt und treten in ein sinnfälliges Zusammenspiel von Lasten, Tragen und Stützen, das in den Fassade als visuelle Komposition sichtbar gemacht wird.
Basel, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Bilder: Géraldine Recker
Als Ersatzneubau für ein Einfamilienhaus konzipiert, greift das Projekt die zunehmende Verdichtung gewachsener Wohnquartiere auf. An die Stelle des Wohnens im Grünen tritt ein Ausdruck klassischer Klarheit: Der Baukörper orientiert sich mit seiner Hauptfassade zur Rottmannsbodenstrasse, auf die sämtliche Wohnungen mit grosszügigen, halbüberdeckten Aussenräumen ausgerichtet sind.
Seitlich fügen sich schlichte Putzfassaden in die umgebende Landschaft und den dichten Baum- und Pflanzbestand ein. Das laterale Gefälle des Grundstücks ermöglicht eine Staffelung des Gebäudes in drei Zwischengeschosse, die sich an der zur Strasse gerichteten Keramikfassade in leicht versetzten Brüstungsbändern ablesen lassen.
Während im Aussenraum helle, frische Farbtöne dominieren – ein sanftes Gelb der Markisen im Zusammenspiel mit zarten Graunuancen und dem satten Grün der Umgebung –, sind die Wohnungen im Inneren in ruhigen Holz- und Blautönen gehalten. Eine vielfältige, lebendige Staudenbepflanzung ergänzt den Aussenraum und rundet den Gesamteindruck des Baukörpers ab.
Grundriss UG
Grundriss EG
Grundriss 1.OG
Grundriss DG
Basel, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Als Ersatzneubau für ein Einfamilienhaus konzipiert, greift das Projekt die zunehmende Verdichtung gewachsener Wohnquartiere auf. An die Stelle des Wohnens im Grünen tritt ein Ausdruck klassischer Klarheit: Der Baukörper orientiert sich mit seiner Hauptfassade zur Rottmannsbodenstrasse, auf die sämtliche Wohnungen mit grosszügigen, halbüberdeckten Aussenräumen ausgerichtet sind.
Seitlich fügen sich schlichte Putzfassaden in die umgebende Landschaft und den dichten Baum- und Pflanzbestand ein. Das laterale Gefälle des Grundstücks ermöglicht eine Staffelung des Gebäudes in drei Zwischengeschosse, die sich an der zur Strasse gerichteten Keramikfassade in leicht versetzten Brüstungsbändern ablesen lassen.
Während im Aussenraum helle, frische Farbtöne dominieren – ein sanftes Gelb der Markisen im Zusammenspiel mit zarten Graunuancen und dem satten Grün der Umgebung –, sind die Wohnungen im Inneren in ruhigen Holz- und Blautönen gehalten. Eine vielfältige, lebendige Staudenbepflanzung ergänzt den Aussenraum und rundet den Gesamteindruck des Baukörpers ab.
Zürich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Bilder: Géraldine Recker
Die engen Raumverhältnisse wurden präzise analysiert und konsequent genutzt. Ein massgefertigtes Regal mit integrierten Rollläden bildet das funktionale Rückgrat des Raumes: Im Betrieb geöffnet, ermöglicht es direkten Zugriff und klare Organisation; nach Ladenschluss geschlossen, verwandelt es die Arbeitszone in eine ruhige, aufgeräumte Fläche.
Die Gestaltung folgt einer reduzierten, klaren Haltung – schlicht und strukturiert, ohne visuelle Überladung. Die Materialisierung nimmt Bezug auf die bestehende Fassadensprache im Shopville Zürich HB und übersetzt diese in den Innenraum: Eine monochrome Palette aus Grau- und Silbertönen prägt die Grundstimmung und verleiht dem Raum technische Präzision. Gezielt eingesetzte Holz- und Holzfaserelemente ergänzen eine warme, haptische Ebene, die den Aufenthalt ausbalanciert.
So entsteht ein kompakter, funktional optimierter Verkaufsraum, der Effizienz und gestalterische Klarheit vereint.
2023
Isometrie Zeitachse
Basel, Schweiz
Wettbewerb, 2. Runde
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Ansicht Eingangsfassade
Grundriss Erdgeschoss
Ansicht Spielfeld
Ansicht Eingangsfassade
St.Gallen, Schweiz
Wettbewerb
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Der Wettbewerbsbeitrag für die Tagesbetreuung am Boppartshof klärt die heute diffuse Situation zwischen Sport- und Spielbereich des Schulensembles aus den 1960er-Jahren. Ein länglicher Neubau präzisiert die Grenze und vermittelt zwischen Schule und Quartier. Er fasst den Aussenraum, schafft eine klare Adresse an der Wolfgangstrasse und verbessert die Orientierung. Die Organisation ist funktional gegliedert: Ruhige Gruppenräume orientieren sich zum Spielfeld, Bewegungs- und Gemeinschaftsräume zum Spielplatz. Eine zentrale «rue intérieure» verbindet alle Bereiche effizient über beide Geschosse. Der Neubau ergänzt die bestehenden Aussenräume um einen vielseitigen Aufenthaltsbereich und schafft einen lebendigen Ort für Kinder und Quartier. Als leichter, nachhaltiger Holzbau konzipiert, interpretiert er die Materialität des Bestands mit Holz und Metall zeitgemäss. Grosszügige Öffnungen und einfache Lüftung sorgen für ein angenehmes Raumklima.
Zürich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Bilder: Géraldine Recker
Für knapp zwei Jahre wird im Zürcher HB der Südtrakt umgebaut. Entlang der Halle kompensiert eine Reihe kleiner Provisorien den Wegfall von Verkaufsflächen und sichert eine minimale Grundversorgung.
Auf einer Fläche von lediglich 4 × 3 Metern entsteht ein Café auf Zeit – einer Wunderkammer gleich und mit bewusst begrenzter Lebensdauer konzipiert. Eine frivole Materialpalette entfaltet sich über einer komplexen Geometrie; Farben, Oberflächen und Formen treten in eine kontinuierliche Wechselwirkung. Gängige Begriffe des aktuellen Diskurses – Materialechtheit, konstruktive Kohärenz und Typologie – werden dabei bewusst hinterfragt. An ihre Stelle tritt eine dichte, haptische Erfahrbarkeit, begleitet von einer schillernden, in die Tiefe reichenden Farbigkeit.
Isometrie
Ausführungsplan
Zürich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Gemeinsam mit Raphael Stähelin
Für knapp zwei Jahre wird im Zürcher HB der Südtrakt umgebaut. Entlang der Halle kompensiert eine Reihe kleiner Provisorien den Wegfall von Verkaufsflächen und sichert eine minimale Grundversorgung.
Auf einer Fläche von lediglich 4 × 3 Metern entsteht ein Café auf Zeit – einer Wunderkammer gleich und mit bewusst begrenzter Lebensdauer konzipiert. Eine frivole Materialpalette entfaltet sich über einer komplexen Geometrie; Farben, Oberflächen und Formen treten in eine kontinuierliche Wechselwirkung. Gängige Begriffe des aktuellen Diskurses – Materialechtheit, konstruktive Kohärenz und Typologie – werden dabei bewusst hinterfragt. An ihre Stelle tritt eine dichte, haptische Erfahrbarkeit, begleitet von einer schillernden, in die Tiefe reichenden Farbigkeit.
24h Fassade
Luzern, Schweiz
Wettbewerb, eingeladen
Gemeinsam mit Martina Brassel
Zurich, Schweiz
Entwurf, Bewilligung und Ausführung
Bilder: Géraldine Recker
Mit dem Umbau der Erdgeschossflächen an der Brauerstrasse werden sämtliche Tätigkeiten der Rösterei Miró in Zürich zusammengeführt. Aus dem Zusammenspiel von Café, Rösterei und Büros wird eine gestalterische Sprache entwickelt, die sowohl dem Dienen als auch dem Repräsentieren gerecht wird. Präzise Eingriffe in die bestehende Struktur schaffen neue Durchgänge. Eine grosse, verglaste Schiebetür, kleinere Zimmertüren sowie Vorhänge ermöglichen vielfältige Raumkonfigurationen für das noch junge Unternehmen. Eine Bar an der Strassenfront bildet das Herzstück; direkt dahinter befindet sich die gut einsehbare Rösterei, ergänzt durch die anschliessenden Büros für administrative Aufgaben, die über zwei Zugänge erschlossen sind. Synergien entstehen, Rollen verschmelzen, und die Grenzen zwischen den verschiedenen Bereichen werden bewusst minimiert. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Materialisierung wider: Die spannungsvolle Kombination aus verzinkten, technisch anmutenden Stahlprofilen und edlem, rot eingefärbtem Terrazzo thematisiert das komplexe Zusammenspiel von Produktion und Betrieb.
Modell
Modell
Zürich, Schlieren, Dietikon, Spreitenbach
Prof. Adam Caruso
Gemeinsam mit Raphael Stähelin