Auf einer Fläche von lediglich 4 × 3 Metern entsteht ein Café auf Zeit – einer Wunderkammer gleich und mit bewusst begrenzter Lebensdauer konzipiert. Eine frivole Materialpalette entfaltet sich über einer komplexen Geometrie; Farben, Oberflächen und Formen treten in eine kontinuierliche Wechselwirkung. Gängige Begriffe des aktuellen Diskurses – Materialechtheit, konstruktive Kohärenz und Typologie – werden dabei bewusst hinterfragt. An ihre Stelle tritt eine dichte, haptische Erfahrbarkeit, begleitet von einer schillernden, in die Tiefe reichenden Farbigkeit.Caféprovisorium Hauptbahnhof, Zürich
Bauherrschaft: Campesino Gastro GmbH
Zeitraum: 2020
Leistungsphasen: Entwurf, Ausführung
Projektteam: Florian Ringli, Raphael Stähelin, Matyas Enz, Janis Stainhauser
(als Florian Ringli & Raphael Stähelin, Architektur)
Bilder: Géraldine Recker